Geschichte der DLRG Ortsgruppe Konstanz im Zeitraffer

1913

Erste gesicherte Information über die Gründung eines Vereins "zur Verbreitung sachgemäßer Fertigkeiten in Rettung und Wiederbelebung Ertrinkender", und über ein Herantreten an Städte und Gemeinden zwecks Beitritts in die Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft. Dieser wird jedoch im selben Jahr noch seitens der Stadt Konstanz abgelehnt.

1919

Großes Seeschwimmen in Konstanz unter der Leitung der Schwimmabteilung Hellas des T.V. Konstanz.

1922

Ein erneuter Aufruf erreicht in diesem Jahr die Stadt, dieses mal jedoch aus Konstanz selbst. Es wird darauf hingewiesen, dass der Gedanke eines Rettungswachdienstes bereits von dem örtlichen Schwimmverein, und der Schwimmabteilung des T.V. Konstanz e. V. "Hellas" aufgegriffen wurde. Eine Mitgliedschaft in der DLRG und die Unterstützung der Stadt werden nun gefordert. Die Stadt Konstanz beschließt, dem Verein beizutreten.

1925

In einem Schreiben aus Karlsruhe wird die Gründung eines Landesverbandes bekannt gegeben, und eine Körperschaftliche Mitgliedschaft erbeten. Die Stadt Konstanz tritt im selben Jahr noch dem Landesverband Baden bei, und somit war der Bezirk Konstanz/Bodensee gegründet.

1926

Die Eröffnung des "Strandbad Horn", sowie der dortigen Rettungswache konnte realisiert werden.

Gründung der Ortsgruppe Konstanz durch Herrn Phillip Hund, der gleichzeitig 1. Vorsitzender wird. Ein Rettungsfloß wird an der Hornspitze verankert, um den Wachen einen besseren Überblick über das Geschehen im und am Wasser zu gewährleisten.

1933

Auch im Strandbad Jakob wird eine ständige Wache eingerichtet.

1934

Aus unbekannten Gründen geht die Ortsgruppe Konstanz wider in den Bezirk auf.

1939

Die Landestagung der DLRG in Konstanz endet mit der wichtigen Forderung von Dr. Voegtle (ärztlicher Beirat des LV) einen "..ärztlichen Unterricht als einen Teil der Ausbildung der Lebensretter..." einzuführen.

1946-58

Nach langjähriger Durststrecke findet der Bezirk Konstanz/Bodensee neuen Aufschwung, und der Wunsch, wieder eine eigenständige OG zu gründen wächst.

1952

Eine mehrtägige Bundestagung der DLRG findet in Konstanz statt.

1959

Die formelle wieder Gründung der Ortsgruppe erfolgt in diesem Jahr, und Konstanz hat nun endlich seine Selbstständigkeit zurück. Als 1. Vorsitzender wird Heinrich Giegrich eingesetzt.

1960

Der Vorstand der OG wird jedoch erst in diesem Jahr von der Bezirksversammlung bestätigt.

1967

Der Bau einer Rettungswachstation am Ufer der Hornspitze durch die Stadt, kann nun endlich in Angriff genommen werden.

1971

In Dienststellung des neuen Rettungsbootes (Außenborder) "Arthur Bilz", benannt nach einem der Gründungsmitglieder der Ortsgruppe Konstanz von 1959, und langjähriger Schwimmmeister am Standbad Horn.

1975

Die OG Konstanz bekommt noch ein zweites Rettungsboot, ebenfalls einen Außenborder mit Namen "Emil Keller" zur Verfügung gestellt. E. Keller war Mitbegründer des DLRG Bezirks Konstanz/Bodensee von 1925.

1981

Ein Sturmtaugliches Boot "Philipp Hund" wird in diesem Jahr zu Wasser gelassen, um eine ganzjährige Einsatzbereitschaft zu Gewährleisten. Dieses Rettungsboot wurde nach dem 1. Vorsitzenden der OG Konstanz von 1930-34 Benannt, welcher die Idee des Rettungsschwimmens am Bodensee vorantrieb. 30 Std. lang spielten 8 Konstanzer Taucher der DLRG "Mensch ärgere dich nicht". Dabei spielten sie 47 Runden.

1985-86

Die zwei offenen Rettungsboote "A. Bilz" und "E. Keller" werden ausgemustert, da sie die neuen gesetzlichen Bestimmungen nicht mehr erfüllen.

1987

Auch die Rettungskräfte der DLRG Konstanz werden angefordert, um das drohende Treibholz einzusammeln, welches den Hafen, sowie die Rheinbrücken gefährdete.

1988

Ein zweites sturmtaugliches und gedecktes Rettungsboot "Bernd Dehne" wird gewassert. Wieder steht ein Gründungsmitglied der Ortsgruppe Konstanz von '59 und langjähriger Technischer Leiter als Pate zur Verfügung.

1989

Durch die Ausschüttung der für gemeinnützige Zwecke verwandten PS-Jahresauslosung der Sparkasse Konstanz, darf sich  die Ortsgruppe ein Schlauchboot beschaffen, dieses wird liebevoll "Ratzge" getauft. Dieses Boot ist am Strandbad Horn stationiert, und soll eine flexiblere und schnellere Anfahrt zu Rettungseinsätzen ermöglichen. Im selben Jahr kann auch ein Rettungsfahrzeug fast komplett aus eigenen Mitteln beschafft werden. Der Rest wird vom Autohaus Emminger gesponsert.

1991

Nun bekommt die OG Konstanz ein zweites Einsatzfahrzeug durch Finanzielle Mittel des Rettungsdienstgesetzes zur Verfügung gestellt. Der Vergleichswettkampf "Retten 91" findet, mit über 200 Teilnehmern aus ganz Baden und Württemberg, in Konstanz statt.

1995

Der 2. Internationaler Bodenseepokal findet erfolgreich im Jakobsbad statt, und ist der zweitgrößte Wettkampf dieser Art in Deutschland.

1996

Endlich ist die Lösung unserer Lagerraumprobleme in greifbarer Nähe. Ein Grundstück in der Weiherhofstraße steht in Aussicht. Erneut findet der Bodenseepokal in Konstanz statt. Heinrich Giegrich stellt nach 37 jährigem Vorsitz der Ortsgruppe Konstanz, sein Amt zur Verfügung, und Rolf Gruber tritt seine Nachfolge als 1. Vorsitzender an.

1997

Das Gelände der Spitalkellerei wird der DLRG Konstanz zugesprochen und die Pläne können nun endlich in die Tat umgesetzt werden. Dieses Projekt wird liebevoll "Adlerhorst" genannt.

1998

Die Grundsteinlegung findet am 13. März statt, und nun kann so richtig losgelegt werden. Im Februar wurde bereits mit der Bebauung begonnen, und es entstehen in den folgenden Monaten eine Rundbogenhalle sowie ein Verwaltungsgebäude. Es ist sehr viel Engagement der Mitglieder zu erkennen, denn fast jeder Handgriff wird von ihnen geleistet.

1999

Die beiden Gebäude auf unserem Grundstück stehen zwar, doch der Innenausbau gestaltet sich langwieriger als angenommen, da dieser fast komplett in Eigenarbeit entsteht. Also müssen wir uns noch ein Jahr mit dem Einzug gedulden. Neben den aufwendigen Arbeiten an unserem Bau, steht auch noch die Organisation der diesjährigen Landesmeisterschaften in Konstanz auf unserem Programm. Für rund 1000 Teilnehmer aus ganz Baden ist z. B. Essen vorzubereiten, die Wettkämpfe am laufen zu halten, ein Rahmenprogramm zu gestalten, usw. Trotz der hohen Belastung aller, kann sich die Damenmannschaft ein Ticket zu den deutschen Meisterschaften erschwimmen.

2000

Endlich ist auch das Verwaltungsgebäude komplett bezugsbereit, und selbst unser Clubraum am Hörnle wird ausgeräumt. Es sind zwar sehr viele schöne Erinnerungen mit dem "Hörnle" verbunden, doch sind wir sicher, dass auch im "Adlerhorst" demnächst solche entstehen werden.

2017

Vereinbarung zur Wasserrettung im Bereich Konstanz

Es war fast schon ein historischer Moment, auf jeden Fall aber ein wichtiger Schritt in die Zukunft: Bernd Roth, Kommandant der Feuerwehr Konstanz, und Clemens Menge, Vorsitzender der DLRG Konstanz, unterzeichneten am 15. Mai 2017 eine Vereinbarung zur Alarm- und Ausrückeordnung. Die Vereinbarung bildet die Basis für die zukünftige Zusammenarbeit von Feuerwehr und DLRG in Konstanz. Mit dieser Kooperation übernehmen beide Hilfsorganisationen gemeinsam eine Vorreiterrolle in Baden-Württemberg.

Die Gründungsmitglieder bei der Gründung 1959

  • Arthur Bilz
  • Walter Baumgartner
  • Bernd Dehne
  • Heinrich Giegrich
  • Hans Heissler
  • Hermann Hölderle
  • Alfred Hopfinger
  • Dr. Arthur Mayer
  • Armin Lünhinger
  • Norbert Sättele
  • Martin Schwefler
  • Günter Teufel
  • Walter Vogler

 

 

Die Vorsitzenden der DLRG Konstanz

1921–1925Edwin Burkart, Architekt: Gründung und Organisation
1925–1929Emil Keller, Rektor: Organisation, Breitenarbeit
1929–1945Philipp Hund, Sportlehrer: DLRG-Aufbau, Gründung von Ortsgruppen, 1. Gründung OG Konstanz im Jahre 1930
1945–1959Herman Hölderle, Zollbeamter: Wiederaufbau, Schulschwimmen, internationale DLRG-Schwimmwettkämpfe, 7 Ortsgruppen
1959–1996Heinrich Giegrich, Rektor: Gründung und Aufbau der Ortsgruppe Konstanz, Aufbau und Ausbau des Wach- und Rettungsdienstes mit Rettungsbooten und Tauchern
seit 1996Rolf Gruber, Dipl. -Ing.: Ausbau des Rettungsdienstes, Planung und Bau des Wasserrettungszentrums „Adlerhorst“